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vielleicht sollte ich dies hier schließen, es ist am einstauben, es fehlen zu oft die worte, die geduld und die zeit. aber vielleicht sollte ich mir auch etwas neues basteln.
gestern nacht, als wir am offenen fenster standen und das gewitter beobachteten, ging mir nur ein gedanke durch den kopf: ich werde weggehen. nicht weg vom fenster, nicht in diesem moment und auch nicht in nächster zeit, aber sobald die dinge geschafft sind, sobald man sich als 'frei' bezeichnen kann. in eine andere stadt. irgendwohin. nur raus, weg von dem geruch, anderes plastik sehen und einen anderen fleck himmel.
du sagtest, die vergangenheit sei zwar immer präsent, aber irgendwann erreiche man einen punkt an dem es nur noch zukunft gäbe. manchmal hab ich das gefühl keine vergangenheit zu haben. bzw keine erinnerungen. an die letzten zwei - drei jahre vielleicht. danach nur noch lücken, die wachsen je weiter man nach hinten geht. manchmal weiß ich noch, wie sich die steine angefühlt haben, auf denen ich damals als kleines kind saß. ich weiß, dass sie bei dieser kinderbetreuungsstelle bunte plastikbälle hatten, früher auch im supermarkt. es gibt zwei arten von vergessen. vergessen wegen unwichtigkeit und vergessen durch vergessen wollen.
aber irgendwann weiß man auch das nicht mehr.
noch liegen die reste des kissens verteilt im zimmer, das bett steht mitten im raum.
ich ließ mich heute nassregnen, die letzten töne des liedes hab ich immer noch im ohr. desweiteren lebe ich von traubenzucker mit johannisbeergeschmack.
[..]oh, there ain't no love, no montagues or capulets
are just banging tunes and DJ sets and
dirty dance floors, and dreams of naughtiness[..]
15.5.07 20:20


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